Archiv für den Monat: Juni 2014

Sekt und Spiegeleier mit Speck

„Pro Siegfried“ lud zum ersten Bürgerfrühstück auf dem Nibelungenplatz ein.

Ausgelassene Stimmung und strahlender Sonnenschein machten das 1. Siegfrieds Bürger-Frühstück zu einem vollen Erfolg. Foto: Siegfried Rackwitz

Ausgelassene Stimmung und strahlender Sonnenschein machten das 1. Siegfrieds Bürger-Frühstück zu einem vollen Erfolg. Foto: Siegfried Rackwitz

Erdbeeren, Kirschen, belegte Brote, Salate, Kuchen – das alles gibt es am Nibelungenplatz im Siegfriedviertel nicht nur in den Geschäften zu kaufen und wenn Markt ist. Das alles und noch viel mehr brachten Anwohner des Quartiers zum ersten Bürgerfrühstück am Sonntag mit.

Rund 500 Nordstädter starteten auf dem vor wenigen Jahren sanierten Platz gemeinsam in den sonnigen Sonntag. „Nicht zu heiß, nicht zu kalt, gerade richtig“, bewertete Teilnehmerin Rita Barrels das Wetter. „Eine prima Möglichkeit, um den sozialen Zusammenhalt in unserem Stadtteil zu verbessern“, fand Jennifer Simic, die vor einem Jahr als Anwohnerin für einen sauberen Burgundenplatz geworben hatte.

Die 28-Jährige organisierte gestern mit André Hallbauer einen Malwettbewerb für Kinder. „Ich freue mich, dass so viele Bürger mitmachen und alle Generationen bei diesem ersten Frühstück vertreten sind, gerade auch viele Familien mit kleinen Kindern“, zog Siegfried Rackwitz, Vorsitzender des Bürgervereins „Pro Siegfried“, ein Fazit.

Er hatte die Idee zu dem Frühstück, das der Verein nun organisierte. Als Veranstalterwar Siegfrieds Bürgerzentrum mit im Boot. Am Samstagabend war der Nibelungenplatz noch voller parkender Autos, doch am Sonntagmorgen war der Platz geräumt. 20 Helfer – Vereinsmitglieder und weitere Bürger – bauten 80 Bierzeltgarnituren auf, die Teilnehmer am Frühstück brachten Tischdecken, Teller, Bestecke und ihr Frühstück mit – allerlei Leckereien vom Sekt zum Anstoßen bis zu Spiegeleiern mit Speck, die Andreas Zurek für seine Tischnachbarn und sich auf einem kleinen Gaskocher zubereitete.

Auch für ein kulturelles Programm hatte „Pro Siegfried“ gesorgt. Bezirksbürgermeister Wolfgang Pause fand das Engagement toll: „In zwei Jahren zum 90-jährigen Bestehen des Siegfriedviertels wird es bei einer Neuauflage noch voller“, sagte er voraus.

Text: Karsten Mentasti für die Braunschweiger Zeitung

Das Wappen steht jetzt fest

Das neue Wappen des Stadtteils Siegfriedviertel ist fertig.
Ein Lindwurm, der Dowesee und Spargel sind zu sehen.

Das Siegfriedviertel braucht wie viele andere Stadtteile ein Wappen, fanden Stadtteilheimatpfleger Peter Pospiech und Grafiker André Hallbauer, der auch stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins Pro Siegfried ist. Nun ist es fertig, wurde bereits zweimal vom Bezirksrat für gut befunden und auch von dem bekannten Heraldiker Dr. Arnold Rabbow bestätigt. „Allerdings war unsere erste Version zu sehr dem Wappen von Salzgitter-Ringelheim ähnlich“, erklärte Hallbauer. Deshalb wurde der Entwurf überarbeitet. Aus den Grundfarben Blau-Gelb des Braunschweiger Landes wurden zudem die Grundfarben Rot-Weiß, die an die Stadtfarben erinnern.

Peter Pospiech und André Hallbauer präsentieren das Stadtteilwappen. Foto: Karsten Mentasti

Peter Pospiech und André Hallbauer präsentieren das Stadtteilwappen. Foto: Karsten Mentasti

Das Wappen beinhaltet Symbole für drei Kennzeichen des Stadtteils, der von der Hamburger Straße im Westen bis zur Abtstraße im Osten, vom Ohefeld im Norden bis zum Weinbergweg im Süden reicht. Einerseits der Lindwurm, mit dem in der Sage Siegfried, der Namensgeber des Viertels, kämpfte. Sein Denkmal steht am Burgundenplatz. Außerdem ist der Dowesee auf dem Grund des Wappens mit Wellen verewigt, und darüber sind die erhöhten Reihen eines Spargelfeldes zu sehen. Denn das Gebiet gehörte früher zum Klostergut Riddagshausen – der Boden im Norden Braunschweigs eignete sich gut für Spargelanbau. „Wenn jemand stattdessen Zinnen oder Sheddächer erkennt, ist mir das auch Recht“, sagte Hallbauer. Sheddächer sind typische schräge Dachfenster für Fabrikhallen.

Hallbauer war aufgefallen, dass die Straßenbahn mit dem Namen „Siegfriedviertel“ ein Braunschweig-Wappen trägt und es wohl kein eigenes Wappen fürs Siegfriedviertel gebe. Jetzt hofft er, dass die Verkehrs AG die Tram mit dem neuen Wappen schmückt – spätestens dann, wenn nach den Bauarbeiten an der Hamburger Straße wieder Straßenbahnen durchs Siegfriedviertel rollen…

Text: Karsten Mentasti für die Braunschweiger Zeitung